Biografie

Jan 12 2014

Hier nun die angekündigte Fortsetzung des Inhalts von “About”!

Nach meinem Eintritt ins Leben verbrachte ich sechs schöne und unbeschwerte Jahre auf dem Sachenhäuser Berg in Frankfurt. Als der “Ernst des Lebens” begann, zogen wir nach Bad Homburg (was aber zeitlich wie örtlich Zufall war). Dort besuchte ich vier Jahre die Volksschule (so hieß das damals) und dann neun Jahre das Gymnasium – humanistischer Zweig mit neun Jahren Latein und sechs Jahren Altgriechisch (Homer und so). Die neuen Sprachen beschränkten sich auf fünf Jahre Englisch …

Ostern 1966 wurde mir die Reife (wofür eigentlich? ;-) ) bescheinigt, und ich begann mein Mathematikstudium – allerdings nur für ein Semester, denn dann musste ich zum Bund, alles Sträuben war vergebens. Die Rückkehr ins Studium fiel mir nicht leicht, und das sowie eine wenig hilfreiche Assistentin sorgten dafür, dass ich erst 1974 mein Diplom erhielt. Ich hatte mich auf die Angewandte Mathematik – heute heißt das Informatik – spezialisiert und das Glück, über eine Bekannte mit Lufthansa in Kontakt zu kommen; so begann ich mein Arbeitsleben in deren Rechenzentrum am Frankfurter Flughafen mit der Planung, Beschaffung und Überwachung von Großrechnern. Was heutzutage eher selten ist, passierte mir: Auch wenn sich der juristische Arbeitgeber durch Umorganisation und Ausgliederung änderte, konnte ich diese Arbeit bis zu meiner Pensionierung 2012 ausführen! Und die bekannt rasante Entwicklung der Datenverarbeitung verhinderte zuverlässig all diese Jahre hindurch, dass mir langweilig wurde. Dazu trugen auch die Mitarbeit in fachbezogenen Gremien wie dem Normenausschuss Informationsverarbeitung einerseits, die mehr als zehnjährige Tätigkeit als Scherbehinderten-Vertrauensmann andererseits bei. Und die (fast) ausschließlich netten Kolleginnen und Kollegen taten ein Übriges, so dass ich heute mit großer Zufriedenheit auf diese fast vierzig Jahre zurück schauen kann.

Auch privat muss ich keine Abstriche machen, habe ich doch alles für einen Mann wichtige getan: Geheiratet, einen Sohn (und eine Tochter!) gezeugt, ein Haus gebaut und (nicht nur) einen Baum gepflanzt. Und ich bin mächtig stolz auf unsere Kinder! :-)

Nun bin ich seit Anfang 2012 im Ruhestand, ohne dass ich an einem Mangel an Terminen leide. Ich bin hier im Friedrichsdorfer Seniorenbeirat aktiv, und für die geistige Hygiene lese ich viel und gerne und mache Sudokus; auch mit den Möglichkeiten des PC beschäftige ich mich, wie man sieht – und wenn ich nicht mehr weiter weiß muss unser Sohn helfen. Mit Sport (Fahrrad fahren, auch auf dem Ergometer, Nordic Walking, Schwimmen …)  versuche ich mich körperlich fit zu halten; allerdings muss ich zunehmend den Problemen mit dem “Fahrgestell” Tribut zollen :-( . Da uns das Haus zu groß für zwei Personen geworden ist, haben wir es gerade gegen eine (seniorengerechte!) Wohnung eingetauscht – auch das hat reichlich Beschäftigung geboten und ist noch nicht ganz fertig. Und nun hat uns unsere Tochter vor gut einem Vierteljahr (im Februar 2015) eine süße Enkeltochter geschenkt, eine Herausforderung, die wir gerne annehmen!!!  :-)

Natürlich habe ich allein schon durch meinen Arbeitgeber eine gewisse Affinität zum Reisen. Neben vielen dienstlichen sind da inzwischen auch etliche private Reisen zusammen gekommen, die auch in diesen Blogs ihren Niederschlag finden werden. Ich hatte viele bereits auf meiner bisherigen Homepage dokumentiert, aber die musste ich “einstellen”, als mit dem neuen Windows mein Standardtool Frontpage nicht mehr zur Verfügung stand; jetzt versuche ich mich an dieser neuen Form und habe die interessanteren Berichte hierher übertragen. Und werde natürlich bei passender Gelegenheit neue Reisen vorstellen, wie etwa die nach Südafrika im August 2013 – tatsächlich der Grund, mich endlich einem neuen Tool zuzuwenden!

Nach nunmehr rund 4jährigem “Schweigen” muss ich doch wieder mal ein paar Zeilen hinzu fügen, denn wenn auch vieles in den gegebenen Bahnen verlief, ist doch auch Neues, Berichtenswertes passiert. Und das ist zuallererst die Tatsache, dass wir nun doppelte Großeltern sind! Im Oktober vorigen Jahres ist zur Enkeltochter der Enkelsohn gekommen, und nun haben wir immer (mindestens) zwei Gründe, unsere Tochter zu besuchen. Nun sind wir wieder fasziniert von der Entwicklung eines solchen kleinen Wesens, haben gleichzeitig “die Große” im Blick, sehen Parallelen und Unterschiede, und sind froh und dankbar, das erleben zu dürfen.

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